Vier Tage verbrachten Gymnasiasten des MGL mit Schülern des Gymnasiums Cesky Brod an der Moldau

 

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 Teil der Gruppe des Meranier-Gymnasiums vor der Burg in Cesky Krumlov

Schon gleich nach der Anfahrt der Lichtenfelser Schüler mit ihren Betreuern Wolfgang Dietz und Klaus Bauer von Lichtenfels nach Vyssi Brod, am Rande des Böhmerwaldes gelegen, startete nach der Begrüßung der tschechischen Gruppe das Kulturprogramm: Beide Gruppe besichtigten gemeinsam das örtliche Zisterzienzer-Kloster, gegründet im 13. Jahrhundert, das neben einer der schönsten und größten Kloster-Bibliotheken Tschechiens eine ganze Reihe von Kunstschätzen beherbergt. Trotz zweier Auflösungen –1944 durch die nationalsozialistische Regierung und 1950 durch die Kommunisten- leben heute dort wieder 10 Mönche, die den Wiederaufbau der zerstörten Teile des Klosters betreiben.

Als wahrer Segen zeigte sich während der ganzen Fahrt das trockene und nicht zu kalte Wetter: Alle Aktivitäten sowie die obligatorischen Abende mit Gitarrenmusik und tschechischem Liedgut konnten problemlos durchgeführt werden.

Der sehr niedrige Wasserstand der Moldau stellte für das Befahren der Bootswanderstrecken nicht das erwartete Problem dar, da die geübten Kanuten aus beiden Ländern fast immer die beste Fahrrinne bei meist guter Strömung fanden. Bei der ersten Etappe von Vyssi Brod nach Branna mussten auf einer Stecke von 21 Kilometern drei Bootsgassen an den Wehren gemeistert werden.

Am nächsten Morgen ging der „Geschichtsunterricht“ weiter: Bei der Besichtigung der Burg Rozmberk begegnete die deutsch-tschechische Gruppe von Schülern wiederum dem ersten Burgherren Vok von Rozmberk aus dem Geschlecht der Wittigonen, dem Begründer des Klosters Hohenfurth, mit dem sie schon während der Führung am Tag zuvor gemacht hatten. Nach dem Aussterben der Rozmberks ging die Burg in das französisches Geschlecht der Buquoyen über, die die Burg nach englischen Vorbild umbauten. Die nachmittägliche Paddelstrecke über 12 Kilometer bis an den Ortsrand des Weltkulturerbes Cesky Krumlov erwies sich als gelungener Auftakt zum Erleben dieses traumhaft schönen Städtchens. Ein abendlicher Stadtbummel durch die Burg und die Unterstadt schloss sich an.

Die Durchfahrt durch Cesky Krumlov mit den Booten war der Höhepunkt der Kanuwanderung: Die anspruchsvollen Bootsgassen mit großen Wasserwalzen am Ende überstanden nicht alle Bootsbesatzungen unbeschadet; so konnten zwei Kenterungen tschechischer Kanadierboote erlebt werden. Eine herrliche Naturlandschaft zum Genießen als Abschluss der Kanutour ließ eine wunderschöne Begegnung mit der tschechischen Gruppe enden.

Wolfgang Dietz, StD

 

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 Die tschechischen und deutschen Schüler mit Ihren Betreuern am Endpunkt der Exkursion vor dem Kloster Zlata Koruna an der Moldau

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Luis Heinze und Thomas Fritsche beim Durchfahren einer Bootsgasse in Cesky Krumlov