„Einer kommt immer zu spät zur Party.“ oder „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“

Diese Lebensweisheiten lassen sich auch gut auf die diesjährige Projektwoche übertragen, denn wie in so vielen Situationen des täglichen Lebens tanzten mal wieder drei Schüler aus der Reihe. Einer konnte sich aufgrund einer Krankheit leider in kein Projekt eintragen, doch die anderen beiden Schüler haben ihre Situation wohl oder übel selbstverschuldet. „Wir hatten einfach keine Lust, uns irgendwo einzutragen“, meinten sie, und aus diesen Gründen durften sie nun die ganze Projektwoche lang als Rechte Hand bzw. Hände des Hausmeisters fungieren.

Überraschenderweise bereitete ihnen das Auffüllen der Papierhandtücher in den Schultoiletten am ersten Tag sehr viel Freude. Den ganzen Tag lang packten die Schüler kräftig mit an und die Paletten mit den Papierhandtüchern leerten sich im Eiltempo. Ob Drucker- oder Toilettenpapier, die drei fühlten sich zu allem bereit. Hausmeister wäre zwar nicht ihr Traumberuf, doch sie hätten sich sogar freiwillig für das Projekt „Hofkehren und Aufräumen“ eingetragen, wäre es mit den anderen 39 Projekten zur Auswahl gestanden. Selbst der Hausmeister zeigte sich darüber sichtlich verwundert, denn Ziel des Projekts war für ihn eigentlich, den Schülern eine Lehre zu erteilen, damit sie sich in Zukunft an die Deadlines halten.

Doch schon am zweiten Tag erfüllte das Projekt seinen Zweck und die anfängliche Euphorie der drei Helfer war zumindest zeitweise erloschen, was aber wahrscheinlich jeder andere Schüler nachvollziehen könnte. Denn während die ganze Schule an ihren spannenden Projekten arbeiten und etwas Neues dazulernen konnte, halfen die drei dem Gärtner, die Blätter auf dem Pausenhof zusammenzurechen. Immerhin, meinte der eine, durften sie an dem Tag, an dem die Vorbesprechungen der einzelnen Projekte stattfanden, eher nach Hause gehen.

Na dann hat sich das Projekt von Herrn Spitzenpfeil ja für alle Parteien gelohnt, und wer weiß, vielleicht wird es ab der nächsten Projektwoche in ein paar Jahren sogar als eigenes Projekt zur Auswahl stehen und von manchen Schülern begeistert angenommen werden.

 



 

Eine der Arbeiten bestand daraus, Toilettenpapier in den Keller zu bringen.

 

 

Marie Köhnlein, Celina Lips, Lisa Schütz, Valerie Steigner