"Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." (Mt 18,20)

Fachschaft EV 

 

Zentrale Anliegen des Evangelischen Religionsunterrichts

Der evangelische Religionsunterricht möchte die Heranwachsenden bei ihrer grundsätzlichen Orientierung begleiten und ihnen dabei helfen, die Fragen nach Gott und der Welt zur Sprache zu bringen. Er macht die jungen Menschen aber nicht nur religiös sprachfähig, sondern unterstützt sie dabei, auf dem Weg zum Erwachsenwerden einen persönlichen, begründeten Standpunkt zu finden und diesen zu vertreten. Somit leistet das Fach Evangelische Religionslehre einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung, bildet die Grundlage für Wertebildung und ethische Urteilsfähigkeit und trägt durch die Beschäftigung mit den Grundlagen unserer christlichen Kultur zur Vertiefung eines historischen Bewusstseins und zur Identitätsbildung bei. Zudem wird die ästhetische Bildung durch das Schulen der Wahrnehmung, durch eigenes Gestalten und die Beschäftigung mit Werken der Bildenden Kunst und Musik gefördert.
 

Methoden

Entsprechend der Vielseitigkeit der Themen lernen die Jugendlichen eine Fülle von Methoden kennen wie Umgang mit biblischen Texten, historischen Quellen und Bildern, kreatives Gestalten, Rollenspiele, selbständige Recherche, Projektarbeit u. a., die auch in anderen Fächern nutzbringend eingesetzt werden können und Hilfestellung bei der Entwicklung eigener Standpunkte bieten.
 

Struktur

Der Lehrplan für Evangelische Religionslehre ist spiralförmig angelegt. Die grundlegenden Themengebiete werden über die Jahrgangsstufen 5 bis 12 mit ansteigendem Abstraktionsniveau aufgebaut und vernetzt. Zentrale Themenstränge, die immer auch untereinander zusammenhängen, sind:
  • evangelisches Verständnis von Gott und Mensch;
  • die Bibel als Buch des Glaubens und zentrale christliche Traditionsbildungen;
  • markante kirchengeschichtliche Ereignisse und Personen;
  • existentielle Glaubens- und Sinnfragen; 
  • Kirche in ihrer Realität und ihren Möglichkeiten;
  • nichtchristliche Religionen und Weltanschauungen;
  • grundlegende ethische Orientierungen und Leitlinien. 

 

(Quelle: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB): "Der Lehrplan für das Gymnasium in Bayern im Überblick".                                     Text bearbeitet und gekürzt.)