Tizian Wagner2Pangea – motiviert durch den Namen des Superkontinents vor 250 Millionen Jahren – will unter dem Motto „Mathematik verbindet“ Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Orten, Gesellschaftsschichten und Bildungsniveaus mittels eines Wettbewerbs zusammenbringen und durch besondere Aufgabenstellungen für die Mathematik begeistern. Der Wettbewerb wird für die Klassenstufen 3-10 angeboten und findet jährlich, mit erfreulich ansteigender Teilnehmeranzahl, statt. Bundesweit haben sich dieses Jahr 100.857 Schülerinnen und Schüler, 9.896 davon aus Bayern, angemeldet.

Der Pangea-Wettbewerb zieht jedes Jahr eine Vielzahl von Lernenden in den Bann – nicht nur die Mathe-Asse, sondern gerade auch diejenigen Jugendlichen, die Freude empfinden an Aufgaben jenseits der typischen Unterrichtsformate.  

Als im Februar 2019 rund 200 Schülerinnen und Schüler des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels an der Vorrunde des Pangea-Mathematikwettbewerbs teilnahmen, dachte noch niemand an das Finale, zu dem 4 Monate später nur 480 Schülerinnen und Schüler deutschlandweit eingeladen wurden.

Und so fand am 19. Februar für unsere Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse die Vorrunde des Mathematikwettbewerbs statt. Die kleinen Mathematiker erfreuten sich ohne Konkurrenzdrang an den Knobelaufgaben, indem sie sich 60 Minuten mit voller Konzentration über ihre Aufgabenblätter beugten. Erstaunlich, wie ruhig es in den Klassenzimmern sein kann – wenn Mathematik im Spiel ist.

Für viele Lernenden war dies schlicht eine schöne Gelegenheit, die eigenen mathematischen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen – und das ganz ohne Notendruck. Immerhin konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse nach wenigen Wochen selbst online einsehen und nachvollziehen, welche Aufgaben sie richtig oder vielleicht auch falsch beantwortet hatten.

Am 30. April ging es dann für 6 Teilnehmer unseres Gymnasiums in die Zwischenrunde – mit schwierigeren Aufgaben und ein wenig mehr Nervosität.

Dieses Mal dauerte die Auswertung etwas länger und die Teilnehmenden mussten sich mehrere Wochen lang gedulden, um zu erfahren, wie sie im nationalen Vergleich abgeschnitten hatten. Immerhin bestand die Möglichkeit in das Bundesfinale einzuziehen und damit die Chance auf einen Gewinn zu erhalten.

Kurz vor dem Finale am 8. Juni war dann klar: Simon Böhmer, Tizian Wagner und Tianyu Huang hatten es in die Endrunde geschafft und durften zum Austragungsort nach Ingolstadt fahren. Dort trafen sich insgesamt 80 Finalisten aus ganz Bayern. Unsere drei Finalisten hatten sich zuvor mit Aufgaben der Vorjahre auf das Finale vorbereitet und gingen nun mit der nötigen Portion Selbstvertrauen in den feierlich vorbereiteten Saal, in dem Eltern und Lehrer jedoch nicht mehr zugelassen waren. Eine Stunde dauerte die Finalrunde. Gleich am selben Tag fand um 16.30 Uhr die Preisverleihung statt. Die Freude war allen drei Finalisten unseres Gymnasiums klar anzusehen, als sie namentlich zur Urkundenvergabe auf die Bühne aufgerufen wurden. Simon Böhmer belegte bundesweit den 45. Platz. Tianyu Huang verpasste leider bayernweit knapp den dritten Platz und erreichte bundesweit den 12. Platz. Tizian Wagner konnte sogar bayernweit den zweiten und bundesweit den dritten Platz in seinem Jahrgang erreichen, weshalb er zusätzlich noch eine Medaille und ein Preisgeld entgegennehmen durfte.

Wir gratulieren Tizian Wagner, Tianyu Huang und Simon Böhmer zu diesen außerordentlichen Leistungen und freuen uns auf viele neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Pangea-Mathematikwettberwerb im kommenden Schuljahr.

StRin Mirjam Eichenberg