Europadiskussion 0512
Sieben Politiker aller derzeit im Bayerischen Landtag vertretenen Parteien fanden sich am 05.12.2018 zu einer Diskussionsrunde im Meranier-Gymnasium ein und stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler der Q12.

 Über Filmbeiträge wurden die SchülerInnen zunächst über aktuelle Probleme der EU informiert, so z.B. über den anstehenden Brexit und die Flüchtlingskrise. Im Anschluss daran hatten die Parteivertreter die Möglichkeit, ein Statement abzugeben und ihre politische Position deutlich zu machen. Die folgende freie Diskussionsrunde zeigte die Kontroversität der Themen und das Spektrum der Meinungen auf.

Mit Spannung verfolgten die SchülerInnen das Geschehen auf dem Podium und zeigten sowohl durch Applaus als auch durch Fragen an einzelne Politiker ihr Interesse. Gleichzeitig wurden Thesen aufgegriffen und hinterfragt, sodass die Vielfältigkeit und auch die Komplexität der Europäischen Union sichtbar wurden.

In kurzen Abschlussrunden griffen die politischen Vertreter einzelne Aspekte und Schülerfragen wieder auf, bevor die SchülerInnen per Smartphone zur Abstimmung, welche Partei sie am meisten überzeugen konnte, aufgefordert waren.

Die zwei Stunden waren leider so schnell vergangen, dass noch viel Diskussionsstoff übrigblieb. Erfreulicherweise standen auch einige Parteivertreter nach Schulschluss noch zur Verfügung, was von den SchülerInnen gerne angenommen wurde. So wurde noch bis weit in die Mittagspause hinein angeregt diskutiert.

Unabhängig von persönlicher politischer Einstellung oder Sympathie zeigte dieser Vormittag, wie wichtig es ist, sich mit Europa und der Europawahl 2019 auseinanderzusetzen. Die Europäische Idee ist in Zeiten von Brexit, Finanz- und Flüchtlingskrise mehr als gefährdet. Daher ist der Aufruf aller Diskussionsteilnehmer, sich politisch zu engagieren und für die Demokratie einzutreten, nur zu unterstreichen. Ein Schritt dazu ist, vom Wahlrecht auch bei der Europawahl 2019 Gebrauch zu machen.

Viele SchülerInnen wünschten sich am Ende der Veranstaltung weitere Diskussionsrunden dieser Art mit politischen Vertretern. Dies zeigt, dass Demokratie nicht nur im Unterricht erlernt, sondern auch erlebt werden muss, z.B. im Kontakt mit politisch Verantwortlichen.

Unser besonderer Dank gilt Herrn Julius Kessler von der Landeszentrale für Politische Bildung, der die Veranstaltung organisiert und moderiert hat.

Miriam Tischer-Arlt, StRin