Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten

Am 29. Juni 2012 verabschiedete das Meranier-Gymnasium 94 Abiturientinnen und Abiturienten von der Schule.
Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche, der unter dem Motto stand: "Wir packen unsere Koffer", wurde zunächst das große Abschiedsbild auf dem Schulhof aufgenommen, bevor sich die stolzen Absolventen mit Eltern und Lehrkräften in der Sporthalle der Schule zur offiziellen Verabschiedung einfanden.
In der Sporthalle wurde die Veranstaltung nach dem Einzug der Abiturientinnen und Abiturienten eröffnet durch eine schwungvollen Musik der Schulband unter der Leitung von StRin Arnal und der anschließenden Begrüßung durch den Stellvertretenden Schulleiter, StD Norbert Moschall.
In Vertretung für die Vorsitzende des Elternbeirats bedankte sich Dr. Arnt Schille bei den Eltern und den Lehrkräften für die Unterstützung bei der Bewältigung der Prüfungen. Er äußerte dabei seine Kritik an der übereilten Einführung des G8, dessen Folgen die Schüler/-innen und Lehrer/-innen zu tragen gehabt hätten.
Landrat Christian Meißner ermunterte die scheidenden Schüler/-innen, nach Studium und/oder Ausbildung in den Landkreis zurückzukommen und hier ihre Chancen zu suchen.
Seitens der beiden christlichen Kirchen ergriff Pfr. Matthias Hagen das Wort und räumte mit dem Vorurteil auf, dass nun "der Ernst des Lebens begänne". Ihm sei noch in guter Erinnerung, wie dieses Wort bei der Abiturrede des damaligen Schulleiters an seinen Jahrgang auf ihn gewirkt habe, und dass er diese Aussage auf keinen Fall bejahen könne.
Für den „Goldenen Abiturjahrgang 1962“ sprach Werner Scholze ein herzliches Grußwort und erinnerte an die Abiturrede des damaligen Schulleiters, Dr. Lehmann, der die damaligen Absolventen ermutigte, offen und kritisch am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und seine Meinung gelegen oder ungelegen zu äußern.
Für die Abiturientinnen und Abiturienten setzten sich Lisa Löffler und Fabian Wirth kritisch mit ihrer Zeit am MGL auseinander. Sie monierten den fehlenden Oberstufenraum und übten Kritik am sog. „Lehrerklassenzimmerprinzip“, dankten aber auch für alle Unterstützung, die sie von vielerlei Seiten erfahren konnten
In seiner anschließenden Abiturrede erinnerte Schulleiter OStD Stefan Völker die Absolventen an einen Satz von Konfuzius (551-479 v.Chr.), den er drei Jahre zuvor den damaligen Neuntklässern vorgelegt hatte: „Was die Menge hasst, musst Du prüfen. Was die Menge liebt, musst du (auch) prüfen.“ Er verlas einige Stellungnahmen von damals und ermutigte sie, diesem Motto auch in Zukunft treu zu bleiben. Er attestierte dem Jahrgang, fähig zur Kritik zu sein, was den häufig geäußerten Vorwurf widerlege, das G8 erziehe nur noch zum stupiden Auswendiglernen. „Ihr seid der beste Beweis, dass diese Schule zu kritischem Denken erzieht“, so der Schulleiter. (Den gesamten Text seiner Rede können Sie hier nachlesen.)
Nach zwei perfekt vorgetragenen Musikstücken durch den Elternchor unter der Leitung von Frau Bauer-Trolp („On the rising Wind“ und „I gotta feeling“) überreichte der Schulleiter jedem einzelnen Abiturienten/-in sein/ihr Abiturzeugnis.
Den Abschluss der feierlichen Verabschiedung bildete wie alle Jahre die Ehrung und Auszeichnung herausragender Leistungen, angefangen von besonders guten schulischen Leistungen über Verdienste in der SMV, im Sport bis hin zu besonders großem Engagement in der Musik oder in der Theatergruppe.
Eine rauschende Abinacht in der Stadthalle von Lichtenfels schloss sich an.
Hubert Gehrlich, StD











