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Musikalische Einstimmung auf das Fest

Chorgesang und Instrumentalmusik: sehr gelungenes Weihnachtskonzert des Meranier-Gymnasiums

 

(Bericht im Obermain-Tagblatt vom 10./11.12.2011)

Das sehr gelungene Weihnachts­konzert des Meranier-Gymnasiums in der Martin Luther-Kirche gestal­teten der Unter- und Oberstufen­chor, die Bigband, das Schulorchester, das Perkussionsensemble, das Förner-Streichquartett, der Eltern­chor und mehrere Solisten

Ein Novum gab es gleich zum Anfang des Konzertes, das mit einem Menuett des für seine Streichquartette be­rühmt gewordenen italienischen Komponisten Luigi Boccherini (1743- 1805) begann. Das von anmutiger Melodik geprägte Stück wurde näm­lich von einem Familienensemble vor­getragen: Das Streichquartett bildete der Lichtenfelser Blechbläser und Mit­glied des Instrumental-Collegiums, Oberstudienrat Alfred Förner mit sei­nen drei Söhnen Andreas, Johannes und Simon.

Ein Erlebnis war der vom Oberstu­fenensemble inszenierte Cantus aus der 1997 von Karl Jenkins geschaffe­nen „Cantata Mundi“, einem Chormusikarrangement, das Pop, Symphonik und geistliche Chormusik vereint und den harmonischen Chorgesang mit Orchestermusik verbindet, wobei zur Hervorhebung der Stimmen die Spra­che in den Hintergrund tritt. Der gut eingestimmte Unterstufenchor unter der Leitung von Julian Oswald zeigte mit zwei völlig unterschiedlichen Lie­dern sein Können.

Nach dem zu Herzen gehenden al­penländischen Weihnachtslied „Es wird scho glei dumpa“ ließen sie das gefühlvolle französische Lied „Caresse sur Pocean“ aus dem Film „ Die Kinder des Monsieur Matthieu“ folgen. Nach dem gleichen Muster ging das Orches­ter unter der Leitung von Annette Krusenbaum vor. Widmete sich das Instrumentalensemble zuerst den Themen Herbst und Winter aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi (1678-1741) mit Andreas Förner als Violinsolist der klassischen Musik, so brillierte es dann mit ver­schiedenen Songs aus dem Film „The Polar Express“, wobei Janina W. (Klavier, Gesang), Jonas K. (Bass) und Tim B. (Schlagzeug) als Solis­ten auftraten.

Schöne Neuerung

Eine schöne Neuerung war der Auf­tritt des Elternchors unter der Leitung von Ulrike Bauer-Trolp, der unter der Klavierbegleitung von Heinz Wilk zu­nächst mit dem Song „Winter Won- derland“ den Reiz einer schneebe­deckten Landschaft schilderte, um dann mit „Mary had a Baby“ mit der Geburt des Jesuskinder auf das Wun­der der Heiligen Nacht einzugehen. Mit der Sonate in A-Dur von Georg Friedrich Händel (1685-1759) mit den Solisten Andreas F. (Violine) und Julian Oswald (Klavier) kam wie­der die klassische Musik an die Reihe. Das Perkussionsensemble mit den bei­den Gesangssolistinnen Fabienne S. und Lilli S. ließ dann mit dem José Feliciano-Hit „Feliz Navidad“ unter Einsatz verschiedener Perkussionsinstrumente rasante süd­amerikanische Musik erklingen und wünschte auf Spanisch frohe Weih­nachten und ein glückliches neues Jahr. Zwei Mädchen hielten dazu den kurzen, auf zwei Tafeln geschriebe­nen Text zum Mitsingen hoch.

Der Oberstufenchor unter der Lei­tung von Matthias Reuss nahm sich mit seinen beiden Liedern des wun­derbaren Ereignisses der Christnacht an und sang sehr einfühlsam das „Psallite“ von Michael Praetorius (1571-1621), um dann mit Esther S. am Klavier das „Christmas Lullaby“ des zeitgenössischen Komponis­ten John Rutter zu interpretieren. Die Bigband unter der Leitung von Iris Arnal spielte zunächst das amerikanische Weihnachtslied „I heard the on Christmas Day“ aus dem 19.. hundert, um dann vor dem geistigen Auge der Besucher den „Tanz der Zuckerfee“ aus dem Ballett „Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky (1840 - 1893) lebendig werden zu lassen.  Zum Abschluss des Weihnachtskonzertes, bei dem alle beteiligten Schüler eine überzeugende Leistung boten, für die sie sehr viel Beifall bekamen, stimmten alle in weihnachtlicher Vorfreude in das bekannte Weihnachtslied „O du fröhliche“ ein.

Dr. Alfred Thieret

Das Streichquartett der Familie Förner eröffnete das Konzert.