EinladungAdventskonzert2017klein

Musikalische Schneeflocken zum Fest

Das traditionelle Weihnachtskonzert des Meranier-Gymnasiums in der Martin-Luther-Kirche gestalteten der Chor, das Oberstufenensemble, das Schulorchester, die Bigband, die Schulband Maximal, ein Blechbläsertrio sowie Franca Wiesmann und Esther Schadt an der Orgel.

Mit dem amerikanischen Weihnachtslied „Rudolph the red-nosed reindeer“, das sich nicht nur durch eine eingängige Melodie, sondern auch noch durch den tieferen Sinn des Textes auszeichnet, begann der Schulchor unter der Leitung und Klavierbegleitung von Michael Ebert das Konzert. Musste nämlich Rudolph, das Rentier, von seinen Artgenossen wegen seiner roten Nase Demütigungen ertragen, so war er plötzlich geradezu ein Held, als ihn der Nikolaus zum Ziehen seines Schlittens ausgewählt hatte. In der Karibik wird die Menschwerdung des Gottessohnes mit Calypso-Rhythmen gefeiert, wie der schwungvoll vorgetragene Song „Calypso Carol“ zeigte. Ruhiger ging es bei dem gefühlvollen Hit „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel zu.

Von Bach bis zu Calypso-Rhythmen

Das Blechbläsertrio mit Jacob Bormann (Q11, Trompete), Paul Vincent (Q11, Posaune) und Marcel Werner (8b, Horn) verbreitete mit traditionellen Weihnachtsliedern eine festliche Stimmung und erfreute das Publikum mit „Macht hoch die Tür“, „Alle Jahre wieder“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, wobei die Besucher mit einstimmten. Nachdem das Schulorchester das Doppelkonzert in d-moll von Johann Sebastian Bach zu Gehör gebracht hatte, unterstützten die Musiker den Schulchor bei dem Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ von Martin Luther, dessen Melodie Johann Sebastian Bach für den Choral „Ach mein herzliebes Jesulein“ in seinem Weihnachtsoratorium verwendete. Sehr gekonnt interpretierte Franca Wiesmann (Q12) das Finale aus der Orgelsonate Nr. 6 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Mit viel Einfühlungsvermögen sangen die elf Mitglieder des Oberstufenensembles in einer Chorfassung den durch die Disco-Gruppe „Boney M“ bekanntgewordenen Song „Rivers of Babylon“, der auf Texten des Alten Testaments beruht und der Sehnsucht der Juden nach Freiheit nach der Eroberung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnezar Ausdruck verleiht. Mit viel Schwung präsentierte die Bigband den bekannten Song „Let it snow!“. Weihnachtliches Feeling kam mit dem amerikanischen Lied „Have yourself a merry little Christmas“ auf. So überzeugte die Bigband mit zwei ganz unterschiedlichen Stücken.

Die Schulband Maximal wünschte sich mit rockigen Rhythmen entsprechend dem Song „Christmas every day“ der kanadischen Rockband „Simple Plan“ gleich jeden Tag Weihnachten. Jeden Tag Schneefall, jeden Tag Geschenke, ständig Ferien, das wäre wohl ein bisschen viel. Keine Kriege, ständig Frieden, das würde man sich allerdings wünschen.

Zum Finale singen alle mit

Zum Schluss vereinten sich alle beteiligten Schüler, die für ihre überzeugende Leistung viel Beifall erhielten, und sangen zusammen mit den Lehrern, dem Publikum und mit Unterstützung von Esther Schadt an der Orgel voller Vorfreude auf das Weihnachtsfest mit Inbrunst „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“. Direktor Stefan Völker lobte das Engagement der beteiligten Schüler und dankte Iris Arnal, Michael Ebert und Marcus Helbach für die Leitung und Einstudierung der Ensembles.

Dr. Alfred Thieret

Wir danken für die freundliche Erlaubnis zur Wiedergabe des Textes.