Mamma Mia - das rockt!

Eine Bildergalerie finden Sie hier.

FruKo2Bunte Blumen und gut gelaunte Osterhasen versprachen die Plakate, die zum Konzertbesuch einluden. Ein buntes Programm war es, das von Bach bis Adele reichte. Ein weites Spektrum an unterschiedlichen Titeln präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Meranier-Gymnasiums in ihrem Frühjahrskonzert am 25. April. Das zahlreiche, mehr als gut gelaunte Publikum in der zum Konzertsaal umdekorierten Schulturnhalle belohnte sie dafür mit lang anhaltendem Applaus und „Zugabe!“-Rufen.

Um der großen Zahl von Schülern der Q12 die Möglichkeit zu geben, ihr musikalisches Können ein letztes Mal bei einem schulischen Auftritt zeigen zu können, fand das große Konzert aller schulischen Ensembles schon zu diesem eher frühen Termin statt.

Virtuose Querflötistin

FruKo3Und großes Können war es, was die Abiturienten zeigen konnten – denn immer wieder durften sie durch solistische Einlagen beweisen, zu welchen Fertigkeiten sie es in den vergangenen Jahren gebracht hatten. Hervorzuheben sind hier die virtuose Querflötistin Eva Murmann, die von Bach bis Pop die Variabilität ihrer Künste und ihres Instruments zeigte.

An den Geigen stellten Sandra Hollfelder und der ein Jahr jüngere Simon Förner ihr Talent unter Beweis, Jule Pfaff, ebenfalls eine der Solistinnen, überzeugte mit dem eigens von ihr für das Orchester arrangierten Stück „Secrets“. In der Bigband war es die erstaunlich reife Stimme von Marie Kestel, die das Publikum mitriss. Immer wieder zeigte auch Janina-Louis Werner ihre vielen Talente, beispielsweise durch das von ihr eingangs arrangierte Medley „Final Song“, in dem sie unterschiedliche populäre Titel aus dem Gegenwartspop miteinander geschickt verwob – angesichts der Tempo- und Rhythmuswechsel ein nicht immer leichtes Unterfangen, von ihr am Klavier aber souverän gemeistert.

Unterstützt wurde sie hier von Solistinnen und Solisten aus der Q12, die mit Gesang und dem Einsatz weniger, aber gezielt gewählter Soloinstrumente einen gelungenen Einstieg in das Konzert gaben.

Neue Soundanlage

Dass es ein gelungener Abend werden konnte, ist sicher auch der neu angeschafften Soundanlage zu verdanken, finanziert durch Elternspenden, die Sparkasse Lichtenfels und die Raiffeisen-Volksbank Lichtenfels sowie den Sachaufwandsträger. Diese und das geschulte Technikteam der Schule trugen dazu bei, die Stimmung bis in den letzten Winkel der Turnhalle zu übertragen.

FruKo4Davon profitierte beispielsweise der Unterstufenchor, geleitet von Michael Ebert, dessen Leistung nun besonders voll klang. Begeistern konnten die jungen Sängerinnen und Sänger vor allem mit ihrer Interpretation des „Cup Song“.

Der Mittel- und Oberstufenchor (Leitung: Michael Ebert) versetzte seine Zuhörer zunächst in die 1960-er Jahre mit dem „Shoop Shoop Song“ und  „California Dreaming“ von den Mamas and Papas. Gänsehaut erzeugte aber vor allem die Darbietung von Enyas „Only Time“, dem Song, der wohl unweigerlich an die Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnern musste.

Die von Iris Arnal geleitete Bigband bewies als nächstes, wie Schulmusik begeistern kann. Titel zwischen Swing („Jada“, „In the Mood)“ und Funk („I want you back“, „I feel good“), die die Professionalität vieler Musiker, ihr präzises rhythmisches Zusammenspiel und ihre dynamische Bandbreite zeigten, elektrisierten das Publikum so, dass es sich schon vor der Pause zu Zugabe-Rufen hinreißen ließ.

Nicht nur die „arrivierten“ Künstler aus den höheren Klassen wie Jakob Bormann, Marco Rießner oder Anouk Machalke durften hier ihr Können mit Soloeinlagen unter Beweis stellen, immer wieder setzte sich auch der musikalische Nachwuchs in Szene, so unter anderem Gerda Huber und Shania Rießner.

Nach der Pause verzauberte das von Annette Krusenbaum geleitete Orchester und zeigte die Bandbreite dessen auf, was Orchesterarbeit an der Schule heute sein kann. Die sphärischen Klänge des Glockenspiels entführten die Zuhörer in „Sounds of Silence“ in eine Traumwelt. Im Anschluss wurden sie in die amerikanische Prärie entführt in James Horners Filmmusik, ehe die barocke „Badinerie“ aus der Orchester-Suite in H-moll von Johann Sebastian Bach zu einem eher klassischen Orchesterwerk führte.

„Maximal“ spielt auf

Das Oberstufenensemble (Leitung: Iris Arnal) präsentierte eine swingende Neuinterpretation des Eurythmics-Titels „Sweet Dreams“, in dem starke Frauenstimmen gekonnt Annie Lennox‘ Part übernahmen. Es brachte die Halle in fruKo15
Stimmung für den Auftritt der Schulband „Maximal“, die das Publikum in die 1990-er Jahre mitnahm. Der rockige Gesang von Fabienne Seelmann, die volle Stimme von Maximilian Stenglein, die geschmackvollen Gitarrensoli von Christian Fischer und das blitzsaubere Zusammenspiel der Band verbanden sich in den Titeln „Wind of Change“ , „Life is a highway“ und dem Song mit Ohrwurmqualität „Narcotic“ zu einem das Publikum mitreißenden Vortrag.

Den Abschluss der Veranstaltung bestritten alle Sänger der Schule gemeinsam mit Adeles „Rolling in the Deep“ und dem Abba-Titel „Mamma mia“, die mit langanhaltendem Applaus belohnt wurden.

Die charmante Moderation durch die Conférencieres Ekaterini Nikiforou, Esther Schadt und Sarah Maheswaran, die das Publikum informativ und mit einem Augenzwinkern durch den Abend führten, trug ihren Teil zum Gelingen des Abends bei.

Was bleibt? Das Gefühl, dass auch ein eher ländlich geprägtes Gymnasium ohne musischen Zweig zu Höchstleistungen fähig ist. Und die Hoffnung, dass trotz des herben Verlusts von 17 aktiven Musikern im nächsten Jahr wieder so viel Talent herangereift ist, dass die Lücken in den Ensembles gefüllt werden können und die musikalische Arbeit am Meranier-Gymnasium weiterhin so fruchtbringend laufen wird.

Verena Schier